Arche Botanica, Leipzig

Umweltkommunikation

Mit dem Ausscheiden Leipzigs im Wettbewerb um die Austragung der Olympischen Spiele 2012 verblieb 15 km südlich von Leipzig eines der größten nicht überplanten Gebiete Deutschlands mit Nähe zu einer Großstadt. Am Störmthaler See, der im Zuge des Braunkohlesanierungsplanes bis 2011 nach Flutung entstand, hat sich die Projektentwicklungsgesellschaft Arche Botanica zum Ziel gesetzt, auf einer Fläche von ca. 800 Hektar einen botanischen Wissenschafts-, Kultur- und Erfahrungspark zu entwickeln.

DU wurde 2006 von der Entwicklungsgesellschaft eingeschaltet, um die Schritte der städtebaulichen Projektsteuerung zu leiten und zu koordinieren. Hierzu sind in Abstimmung mit den zuständigen Behörden Raumordnungs- und Bauleitplanverfahren erforderlich, um die vielfältigen Nutzungen in den Sektor Gewerbeansiedlung, Kultur, Wohnen, Dienstleistungen, Energieerzeugung, Erschließungsanlagen und vieles mehr im öffentlichen Konsens umzusetzen.
Nach der Eröffnung geht der Projektentwickler von jährlich rund 1,7 Millionen Besuchern aus, die das Thema Pflanze und Mensch mit allen Sinnen erfahren und begreifen sollen. Hierzu wird nicht nur ein ganzjährig nutzbarer kulturhistorischer Park neben dem eigentlichen weltgrößten botanischen Park angelegt, sondern auch über eine Seebühne ein Planetarium, ein Museum, das Kongresszentrum und das angesiedelte Forschungszentrum mit den drei Biodomen auf 60.000 m² unter Glas, Wissen vermittelt und Umweltkommunikation gefördert.

DU war dabei verantwortlich, die Interessen aller regionalen und überregionalen Beteiligten wie u.a. Bund, Land, Landkreis, Gemeinde zu kanalisieren. 2009 beschloss die Entwicklungsgesellschaft, das Projekt an einem anderen Standort zu realisieren.